Literatur

Leserückblick Februar 2020

Der Februar ist dem März gewichen und somit ist der Leserückblick an der Reihe. Auch die letzten vier Wochen hielten spannende Geschichten und interessante Fakten für mich bereit, auch wenn ich an die durchschnittliche Bewertung vom Januar nicht mehr anknüpfen konnte (5,0 Sterne pro Buch im Schnitt). Im Februar habe ich zwei Romane, eine Biografie-Sammlung, einen Ratgeber und einen Gedichtband gelesen. Ich war also, ganz ungewohnt, mal sehr vielfältig unterwegs. Im Folgenden nehme ich euch mit in meinen Lesemonat Februar.

 

Skandalös – Das Leben freier Frauen

Ganz besonders begeistert war ich direkt am Anfang des Monats von »Skandalös – Das Leben freier Frauen« von Cristina Stefano. Es handelt sich dabei um kurze, aber aussagekräftige Biografien von namenhaften Frauen wie z.B. Else Lasker-Schüler, Marguerite Dumas oder auch Nina Simone. Der Autorin gelingt es, die vielfältigen Charaktereigenschaften, brisantesten Lebenssituationen und – vor allem – das Streben nach Autonomie und Selbstverwirklichung auf fesselnde Weise darzustellen. Viele Dramen und jede Menge Inspiration prägen das kompakte Buch, dass ich jedem nur empfehlen kann.

 

Wir beide

Weil mir mein erstes Buch so gut gefiel, sollte es direkt das zweite sein, welches sich mit einer der beeindruckenden Persönlichkeiten aus »Skandalös – Das Leben freier Frauen« befasste. Ich habe mich zu Beginn für die Werke von Else Lasker-Schüler entschieden, auch deshalb, weil ich »Wir beide« in letzter Zeit immer wieder auf Instagram gesichtet habe. In diesem Fall behandelt dieses Buch ausschließlich Liebesgedichte der Dichterin. Ich muss gestehen, dass ich nur wenige Gedichte wirklich gerne mochte und es insgesamt deshalb nichts für mich war.

 

Je tiefer das Wasser

Die Rezension zu »Je tiefer das Wasser« von Katya Apekina wird mir, das weiß ich schon jetzt, schwer fallen. Denn, dieser Roman wird aktuell sehr gehyped, hat mich jedoch zu keiner Zeit für sich begeistern können. Es geht um die Schwestern Edie und Mae, die sich sehr unterschiedlich entwickeln. Nach dem Suizidversuch ihrer Mutter, leben beide beim Vater, der sich jahrelang nicht um die beiden kümmerte. Edie vermisst ihre Mutter und macht sich große Sorgen, während Mae um die Zuneigung ihres Vaters buhlt. Nach und nach bahnt sich eine Katastrophe an. Ich dachte zunächst, mir wäre möglicherweise eine tiefere Sinnhaftigkeit entgangen, aber ich denke, es lag einfach an Idee, Umsetzung, Figuren und dem Schreibstil im Gesamten. Somit war das Komplettpaket für mich eine einzige Enttäuschung.

 

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Das Gegenteil von Enttäuschung war hingegen »Irgendwann werden wir uns alles erzählen« von Daniela Krien. Ich habe von der Autorin vor fast genau einem Jahr »Die Liebe im Ernstfall« gelesen und mochte auch dort schon die sanften Töne und die und die wertneutrale Erzählweise. Auch in diesem Fall war dem  wieder so. Krien erzählt eine eher unkonventionelle Liebesgeschichte, die gefährlich und fesselnd zugleich ist. Ich fühlte mich die Geschichte hindurch sehr gut unterhalten und hätte gut und gerne noch weiterlesen können.

 

Das Kind in dir muss Heimat finden

»Das Kind in dir muss Heimat finden« von der Psychologin Stefanie Stahl ist ein bekannter Spiegel-Bestseller und stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Kürzlich habe ich mich dann zum Kauf entschlossen und war die ersten Seiten auch durchaus von dem Geschriebenen angetan. Die Autorin erzählt von dem inneren Schatten- und Sonnenkind eines jeden Menschen, was bedeutet, dass wir alle durch unsere Erziehung und unsere kindlichen Erfahrungen so geprägt sind, dass sich diese in unserem Inneren manifestieren und auch für unser Handeln verantwortlich sind. Hierzu gab es hilfreiche Tipps und Erklärungen, dem Sonnenkind mehr Raum zu geben. Irgendwann aber machte mich das Geschriebene zusehends unzufriedener und fortan war es nur noch ein “sich-durch-quälen”. Eher enttäuschend.

Im Überblick

Gelesen: 5 Bücher
Gehört: 0 Bücher
Gelesene Seiten: 1282
Durchschnittliche Bewertung: 3,3 Sterne
Durchschnittliche Lesedauer: 5 Tage

Und da ist auch schon der Februar wieder Vergangenheit. Mit diesmal zwar nur fünf Büchern, aber dafür mehr Seiten und großer Vielfalt, bin ich aber dennoch ganz zufrieden. Welche sind eure Februar-Bücher?

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1 Kommentar

  • Antworten Isa 11. März 2020 at 8:53 pm

    Hallo,

    “Je Tiefer das Wasser” hat den Weg mittels eines Book-Blinddates zu mir gefunden – hatte vorher relativ wenig dazu gehört. Mich spricht der Klappentext allerdings sehr an. Ich bin gespannt, ob es mir am Ende so ergehen wird wie dir oder ob es mir gefallen wird.

    “Irgendwann werden wir uns alles erzählen” steht auch schon länger auf meiner Wunschliste – bisher hab ich dazu nur gutes gehört (das deckt sich ziemlich mit deiner Meinung) – müsste es nur einfach endlich mal kaufen.

    Liebe Grüße
    Isa

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