Literaturbesprechung:
»Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst« von Nick Hornby

Hallo Bücherwürmer, das Wochenende naht und ich habe in dieser Woche endlich wieder ein Buch beendet. »Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst« von Nick Hornby hat zwar nur schlanke 160 Seiten, hat mich aber im Großen und Ganzen gut unterhalten können. Und da ich aus Zeitgründen gerade wenig zum Lesen komme, kam das gerade richtig. Der Autor und auch seine Bücher werden den meisten bekannt sein, für mich ist Nick Hornby Premiere.

Inhalt zusammengefasst

Nach vielen gemeinsamen Ehejahren ist die Beziehung von Louise, die als Ärztin arbeitet und Tom, einem Musikjournalisten ins Stocken geraten. Louise hatte eine Affäre und Tom ist dadurch tief verletzt. Eine Paartherapie soll beiden helfen, ihre Probleme wieder in den Griff zu bekommen. Im Laufe ihrer Gespräche, die immer in einem Pub gegenüber der Praxis stattfinden, öffnet sich das Paar mehr und mehr und gibt so einen Einblick in ihre Ehekrise.

Wie war »Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst«?

Mich hat die Thematik Paartherapie sehr neugierig gemacht und da ich familiäre Beziehungen in Büchern immer spannend finde und ich dünne Bücher derzeit favorisiere, kam diese Ehe in zehn Sitzungen für mich genau zur rechten Zeit. Gefunden habe ich »Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst« bei der lieben Ina von Schonhalbelf, die ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte. Besonders gefallen hat mir die Erzählform von Hornby und die sehr menschlichen Dialoge der beiden Protagonisten. Das Buch liest sich schnell weg, ich fand es aber durchaus unterhaltsam. Mir gefällt die Dialogform und dass man sich in Tom und Louise gut hineinversetzen und sich mit ihnen identifizieren kann.

Die Gespräche der beiden sind geprägt von amüsanten Dialogen, zeigen aber auch die verletzlichen Seiten des Paares. Hornby schafft sehr menschliche Charaktere, mit denen der Leser schnell warm wird und eine Handlung, die ohne viel Tiefgründigkeit auskommt. Als Leser findet man schnell Zugang zum Inhalt und den handelnden Personen. Das ernste Thema wird durch die spitzen Bemerkungen und zugleich liebevollen Annäherungen von Tom und Louise zu einem reizvollen Konversationsstück für kurzweilige Momente.

Zitat aus dem Buch

»Aber ich glaube, wir sollten zugeben, dass unsere Ehe nicht ideal ist. Gefährdet. Wir leben auf einer Abbruchkante, und das Haus kann jeden Augenblick einstürzen.« Seite 157

Fazit

Eine sehr lohnende Lektüre über die Paartherapie zweier Eheleute, die dem Leser verborgen bleibt, in ihren Gesprächen aber wohl so viel mehr offenbart.

Nick Hornby

Nick Hornby, 1957 in Redhill, England geboren, ist ein britischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Er studierte Anglistik in Cambridge, England und schrieb währenddessen bereits Bühnenstücke und Hörspiele. Zudem war Hornby für englische Tageszeitungen tätig und bekam für seine Bücher große Anerkennung in Form von diversen Auszeichnungen. Eines seiner bekanntesten Bücher ist About a boy. Hornby lebt mit seiner zweiten Ehefrau in London.


Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst – Eine Ehe in zehn Sitzungen von Nick Hornby
aus dem Englischen von Ingo Herzke
im Original erschienen unter dem Titel »The State Of The Union«
Kiepenheuer & Witsch | 2020 | 160 Seiten
Hardcover | ISBN: 978 3 462 05410 1 | 18€


Der Schriftsteller Nick Hornby ist bekannt für seine erfolgreichen Bücher, die häufig auch verfilmt wurden. In meinem Fall war »Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst« das erste Buch, dass ich von ihm gelesen habe. Welche könnt ihr mir von ihm empfehlen?

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