Meine Lieben, ein sehr besonderes Buch ist es, das ich euch in diesem Beitrag vorstellen möchte. Es handelt sich um keine gewöhnliche Rezension, denn manches lässt sich nicht bewerten, weil es die ganz persönlichen Gedanken und Erfahrungen eines Menschen sind, die immer den größten Respekt verdienen. In diesem Trostbuch von Melanie Garanin, geht es um den Tod eines geliebten Menschen und wie es gelingen kann, mit diesem schrecklichen Verlust weiterzuleben. »Was bleibt ist Licht! Ein Trostbuch« erschien im Herbst 2021 bei arsEdition.

Inhalt zusammengefasst

Am Anfang ist da nur Dunkelheit und Schmerz. Die tiefe Trauer nach dem Verlust eines Menschen, der einem nahe stand, ist überwältigend und man glaubt am Abgrund zu stehen. Nach und nach werden die Buchseiten erhellt, denn unterschiedliche Tiere tragen eine Kerze bei sich, welche die Gedanken erhellt und den Trauernden Kraft spendet.

Wie war »Was bleibt ist Licht«?

Vorweg sei gesagt, dass ich dieses Buch auf keinen Fall wie den Großteil anderer Bücher behandle, die ich nach ihrem Inhalt und meiner persönlichen Meinung rezensiere und bewerte. Hier verarbeitet ein Mensch seine eigene Trauer und möchte anderen helfen, ihren Verlust zu verarbeiten. Jeder Mensch trauert anders und jeder hat andere Bewältigungsstrategien. Somit gibt es hier keine Wertung, sondern meine Hochachtung, dass es einem Menschen gelingt, seine eigenen Trauererfahrungen mit anderen zu teilen und sie dadurch zu unterstützen.

Dieses Buch soll also vor allem eines: Trost spenden. Und ich denke, dass Melanie Garanin hier eine wunderbare Idee umgesetzt hat, die ihr selbst und bestimmt auch anderen in ähnlichen Situationen helfen kann. Nachdem sie einen geliebten Menschen verlor, zeichnete sie für jeden Tag im Jahr ein Kerzentier, mit dem sie ihre Traurigkeit, Wut und Verzweiflung zu verarbeiten versucht. Das Besondere daran: jedes dieser illustrierten Tiere trägt eine Kerze bei sich, sodass das Licht nie verlischt und an immer andere Tiere weiter gegeben wird. So beginnt das Buch mit viel Dunkelheit, bevor es Seite für Seite durch die verschiedenen Kerzentiere erhellt wird. Diese tragen, halten und balancieren die Kerze auf ihre ganz eigene Art. Das Licht stellt die Liebe für den verstorbenen Menschen und den großen Verlust dar.

Beim Durchblättern des Buches erfasste mich eine große Welle an Emotionen. Ich finde die sehr persönlichen Zeichnungen einmalig und kraftspendend. Die kurzen Texte zu den einzelnen Bildern beschreiben die Gefühlszustände, die während des Trauerprozesses durchlebt werden. Betroffenen wird der Eindruck vermittelt, dass sie mit ihrem tiefen Kummer nicht allein sind und dass es sich lohnt, weiterzumachen, vor allem für den Menschen, den man so sehr vermisst und der hier, in diesem speziellen Beispiel, durch die Kerzentiere und das gespendete Licht weiterlebt.

Fazit

Ein sehr emotionales Buch, das in schweren Zeiten viel Trost und Licht spenden kann.

Melanie Garanin

Melanie Garanin, geboren 1972 in Berlin, ist eine deutsche Illustratorin, Kinderbuchautorin und Comiczeichnerin. Garanin studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam Animationsfilm. Sie illustriert vor allem Bücher für Kinder im Vorschulalter.


Was bleibt ist Licht! Ein Trostbuch

von Melanie Garanin
arsEdition | 2021 | 48 Seiten
Hardcover | ISBN: 978 3 8458 4350 6 | 15.00€
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Ich bedanke mich recht herzlich bei arsEdition für die Zustellung des Rezensionsexemplars.