In diesem Beitrag möchte ich euch meine gelesenen Bücher des Monats Oktober zeigen. An der Zahl waren es sieben Titel, darunter drei Romane, ein Sachbuch, eine Graphic Novel und zwei Kinderbücher. Ein bunter Mix also. Was ihr in den vergangenen vier Wochen gelesen habt würde mich auch interessieren. Vielleicht ist ja etwas für mich dabei.

»Deutschland, was geht« von Hazel Brugger, Thomas Spitzer & Jannes Weber

Dieses Wimmelbuch habe ich im Programm von Diogenes entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Als Erzieherin kenne ich viele Wimmelbücher und weiß, dass sie sich bei Kindern großer Beliebtheit erfreuen. »Deutschland, was geht« ist deshalb besonders, weil es skurrile Orte im Land zeigt und sich auf jeder Seite die Autoren Brugger und Spitzer verstecken. Das bringt zusätzlichen Spaß beim Entdecken der Bilder. Mir haben die Illustrationen von Jannes Weber gut gefallen und so ist es ein sehr gelungenes Wimmelbuch für Groß und Klein. Die Rezension könnt ihr hier nachlesen.


»In den Ferien fahren wir in die Bredouille« von Maximilian Lämpel

Das Sachbuch »In den Ferien fahren wir in die Bredouille« von Maximilian Lämpel beschreibt den Schulalltag eines Lehrers an einem Berliner Gymnasium auf humorvolle Weise. Mich konnte das Erzählte nicht zum Lachen bringen und auch insgesamt fehlte mir ein roter Faden. Alles wirkte durcheinander und das Weiterlesen fiel mir immer schwerer, weil mich die Abschnitte nicht überzeugen konnten. Mein Humor wurde überhaupt nicht getroffen. Meine Buchbesprechung findet ihr hier.


»Da sein – Was fühlst du?« von Kathrin Schärer

Dieses wunderschöne Kinderbuch ist eines meiner großen Highlights im Jahr 2021. Die Autorin schafft es, Kindern Emotionen und Gefühle auf sehr nachvollziehbare Weise näher zu bringen. Indem sie Tiere vermenschlicht und diese in verschiedenen Situationen darstellt, gelingt kleinen Bilderbuchbetrachter:innen ein leichter Zugang zu menschlichen Empfindungen. Die Illustrationen sind zauberhaft und ich möchte eine riesengroße Empfehlung aussprechen. Noch mehr gibt es hier nachzulesen.


»Ein anderes Land« von James Baldwin

Der erste Roman im Oktober war direkt ein ganz besonderer: »Ein anderes Land« von James Baldwin erzählt von einer Gruppe junger Menschen in den 1960er Jahren in New York. Rufus, ein schwarzer Jazz-Musiker begeht Suizid, was für die Hinterbliebenen ein großer Schock ist. Seine Schwester Ida versucht den Gründen auf die Spur zu kommen. Ein beeindruckendes Buch, das von Identität, Homosexualität, Rassismus und Selbstzweifeln berichtet. Was mir im Einzelnen so gefiel, ist in meiner Rezension dazu beschrieben.


»Mitte« von Volker Kutscher & Kat Menschik

Im Verlag Galiani Berlin erscheint seit einigen Jahren eine Reihe unter dem Titel Illustrierte Lieblingsbücher. Die Bücher sind allesamt illustriert von Kat Menschik. Ich liebe ihre ausdrucksstarken Zeichnungen und konnte auch in diese Brieferzählung wunderbar eintauchen. Es geht um die Flucht eines fünfzehnjährigen während der Olympiade 1936 in Berlin. Sehr spannend, intensiv und tragisch geschrieben von Volker Kutscher. Das Buch knüpft inhaltlich an die Gereon-Rath-Reihe des Autoren an, was ich erwähnen möchte. Meinem Lesevergnügen tat das, obwohl ich die Bücher nicht kenne, keinen Abbruch. Mehr zu »Mitte« hier.


»Schwester« von Mareike Krügel

Ich habe im Oktober auch meinen ersten Roman von Mareike Krügel – »Schwester« – gelesen. Darin beschreibt sie das Verhältnis zweier unterschiedlicher Schwestern, die sich nahe stehen, aber den Zugang zueinander nicht mehr so recht finden können. Lone liegt nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma und niemand weiß, ob sie wieder aufwachen wird. Iulia fällt es schwer, ihre Schwester im Krankenhaus zu besuchen und so flüchtet sie mehr und mehr in das Leben dieser um festzustellen, dass sie sich selbst in einem ganz anderen Leben als dem eigenen sieht. Weder Schreibstil, noch Inhalt und Nachvollziehbarkeit von Handlungen der Figuren konnten mich überzeugen. Für mich wirkten die Charaktere fern, ich konnte mich mit diesen nicht identifizieren und auch die Handlung selbst driftete für mich oft ins Absurde ab. Gar nicht mein Buch. Die Rezension folgt.


»Die Entscheidung« von Amélie Cordonnier

Sehr am Herzen liegt mir dieser Roman, der mich beim Lesen zwar tief erschütterte, aber gleichzeitig so gut geschrieben ist, dass er zu meinen liebsten Büchern zählt. Das Debüt der französischen Schriftstellerin handelt von einer toxischen Beziehung, die vor allem von Abhängigkeit und verbaler Gewalt geprägt ist. Ein Familienvater beleidigt und erniedrigt seine Frau auf übelste Weise und gelobt nach seinen Ausbrüchen jedes Mal Besserung. Nun muss die Protagonistin entscheiden, wie es weitergehen soll, zumal neben ihr auch die Kinder leiden. Schockierend, drängend und in schöner Sprache geschrieben überzeugt dieses Erstlingswerk. Mehr dazu in diesem Beitrag.


Im Überblick

Gelesen: 7 Bücher
Gehört: 0 Bücher
Gelesene Seiten: 1552
Durchschnittliche Bewertung: 3,6 Sterne
Durchschnittliche Lesedauer: 9,3 Tage


Welche Bücher haben euch durch den Oktober begleitet und euch gefallen oder enttäuscht?