Ich habe euch heute ein Buch mitgebracht, das schon allein wegen seiner Thematik außergewöhnlich ist. Der Brite Edward-Brooke-Hitching hat sich in intensiven Recherchen mit menschlichen Abgründen auseinandergesetzt, insbesondere mit der Vorstellung der Hölle und wie sie weltweit wahrgenommen wird. Erschienen ist der Atlas im Januar 2022 bei Knesebeck.

Inhalt zusammengefasst

Edward Brooke-Hitching vereint in diesem Atlas informative Texte und Darstellungen der Unterwelt und wie Menschen verschiedenster Religionen und Kulturen diese wahrgenommen haben.

Wie war »Der Atlas des Teufels«?

Ein ganz besonderes Buch ist dieser Atlas des Teufels, das sieht man schon, wenn man das eindrucksvolle Werk in den Händen hält. Mich hat neben dem Titel und dem Inhalt vor allem die Gestaltung der Innenseiten angesprochen. Es finden sich Karten, Geschichten und brisante Gemälde zu den Vorstellungen über Engel, Teufel und Dämonen. So werden Geschichte und Geografie miteinander vereint. Edward Brooke-Hitching hat sich eindringlich mit dem Jenseits und den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen und der Faszination der Hölle und des Bösen befasst. Eine nüchterne und sachliche Schreibweise ist hier angemessen und wird vom Autoren so umgesetzt.

Brooke-Hitching überzeugt mit seinem breiten Wissen über Mythologie und Aberglaube. Die Texte werden mit imposanten Gemälden und interessanten Grafiken kombiniert. Die weltweit unterschiedlichsten Vorstellungen von der Hölle werden auf beeindruckende Weise kartografiert. Selbst im Buddhismus gibt es sie. In allen Kulturen wird sie als dunkler Ort beschrieben, der Sünder wird immer auf ganz unterschiedliche Weise wahrgenommen. Dieser außergewöhnliche Atlas offenbart die menschlichen Abgründe, indem er ihre Folterfantasien und Verbrechen konkretisiert. Eine große Leseempfehlung für jeden, der sich mit Mythologie auseinandersetzen möchte. Zuvor erschien vom Autoren bereits »Der Atlas des Himmels« (2020).

Fazit

Ein beeindruckendes Werk, das auf faszinierenden Karten und auf Gemälden zeigt, wie sich Kulturen und Religionen den Himmel, die Hölle und das Land der Toten vorstellten. Fesselnde Grafiken und interessante Fakten. Ein rundum toll aufgemachtes Buch.

Edward Brooke-Hitching

Edward Brooke-Hitching ist ein britischer Dokumentarfilmer. Er arbeitete in einer Eisfabrik, für diverse Zeitungen und das Theater. Brooke-Hitching studierte Filmwissenschaft an der University of Exeter. Er lebt in London.


»Der Atlas des Teufels«

von Edward Brooke-Hitching
aus dem Englischen von Lutz-W. Wolff
im Original erschienen unter dem Titel »The Devils Atlas«
Knesebeck | 2022 | 256 Seiten
Hardcover | ISBN: 978 3 95728 610 9 | 35.00€
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Ich möchte mich sehr herzlich beim Knesebeck-Verlag für das Leseexemplar bedanken.