Hallo zusammen, weil ich gerade viel lese und so auch in sehr regelmäßigen Abständen Rezensionen tippen kann (und muss), plane ich meine Buchbesprechungen und Beiträge insgesamt gerade meistens vor. Das nimmt tatsächlich den Druck, gleichzeitig achte ich besonders auf den Inhalt, denn die Artikel erscheinen ja so immer erst einige Zeit später. Wie macht ihr das eigentlich, plant ihr eure Beiträge auch manchmal oder sogar regelmäßig vor? Meinen Leserückblick für den April bringe ich euch heute mit.

Han Kang | Menschenwerk. Rezension
Die Autorin beschreibt die gewaltsame Zerschlagung des Gwangju-Aufstands in Südkorea 1980, einem grausamen Massaker an Jugendlichen. Der Roman ist in seiner Umsetzung beispiellos. Er ist aufrüttelnd, mahnend und erinnernd. Sprachlich auf höchstem Niveau, gelingt es Han Kang, die Gräueltaten zu beschreiben und sie doch zugleich mit einem poetischen, fast zarten Ausdruck zu vermitteln. Riesengroße Leseeempfehlung!

James Norbury | Großer Panda und Kleiner Drache. Rezension
Ein Buch voller Selbstliebe und Achtsamkeit, das der Seele gut tut. Die Protagonisten wachsen einem sofort ans Herz, die Zeichnungen sind wunderschön und einladend und die kurzen Texte fühlen sich so gut an. Eines meiner Lieblingsbücher.

Abbas Khider | Der Erinnerungsfälscher. Rezension 
Der Deutsch-Iraker Abbas Khider schreibt über seine Kindheit und Flucht aus dem Irak, das Ankommen in Deutschland und die großen Herausforderungen, sich dem neuen Leben zu stellen. Eine beeindruckende Biografie über eine Romanfigur, die Erinnerungslücken durch erfundene ersetzt.

Marie Benedict | Mrs. Agatha Christie. Rezension
Das elftägige Verschwinden der bekannten britischen Krimiautorin Agatha Christie im Dezember 1926 gibt bis heute große Rätsel auf. Denn ebenso mysteriös wie ihr Abgang selbst, war auch die Wiederkehr. Marie Benedict beschreibt das Leben der großen Persönlichkeit und hat ein fiktionales Ende geschaffen, das vor allem Agathe Christies Ehe in den Mittelpunkt rückt. Ich fühlte mich gut unterhalten und war besonders vom Ende sehr angetan.

Ian McEwan | Die Kakerlake. Rezension
Der großartige Ian McEwan behandelt in dieser Politsatire den Irrsinn des Brexit. Sehr unterhaltsam, amüsant und zynisch. Eine Umkehr von Kafkas Die Verwandlung.


Im Überblick

Gelesen: 5 Bücher
Gehört: 0 Bücher
Gelesene Genres: Roman, Lyrik / Poesie
Gelesene Seiten: 968
Selbst gekauft: 5
Rezensionsexemplare: 0
Durchschnittliche Bewertung: 4,5 Sterne
Durchschnittliche Lesedauer: 4,4 Tage


Was habt ihr so im April gelesen?