Leserückblick:
März 2021

Meine Lieben, nach meinem sehr erfolglosen Lesemonat Februar (ich habe nicht ein Buch beendet) folgt für den vergangenen Monat März wieder ein Leserückblick. Die letzten vier Wochen waren enorm anstrengend, im positiven als auch negativen Sinne. Sowohl mein Freund als auch ich hatten Geburtstag und den haben wir, so weit es uns möglich war, auch angemessen zelebriert. Anschließend folgte kürzlich meine Impfung und damit verbunden viele Unsicherheiten. Nur einer der Gründe, weswegen ich auch im März nicht über drei Bücher hinaus gekommen bin. Verglichen mit dem Februar aber durchaus ein Erfolg.

»Die Entbehrlichen« von Ninni Holmqvist

Ein ganz besonderes Buch ist Ninni Holmqvists »Die Entbehrlichen«, erschienen 2011 im Fischer-Verlag. Aufmerksam geworden bin ich auf den eher ungewöhnlichen aber spannenden Inhalt durch die Vorstellung des Buches von Jan. Mit dem Vollenden des 50. Lebensjahres werden Alleinstehende und kinderlose Menschen in ein Sanatorium eingewiesen, das nur einem Zweck dient: alle Bewohner müssen sich nach und nach medizinischen Tests unterziehen und sich für Organspenden zur Verfügung stellen. Eine schauderhafte Vorstellung und ein dystopisches Szenario das Angst macht. Trotz des düsteren Inhalts hat mich der Sprachstil und die Umsetzung stark beeindruckt. Ich hatte selbst bis vor kurzem nie von dem Buch gehört, kann es aber jedem ans Herz legen. Mehr findet ihr hier in meiner Rezension.


»Unter Wasser Nacht« von Kristina Hauff

Mein zweites Buch für den Monat März war der Roman »Unter Wasser Nacht« von Kristina Hauff, der im Frühjahr 2021 bei hanser blau veröffentlicht wurde. Besonders überzeugt hat mich die Geschichte durch seine Authentizität und bodenständigen Charaktere. Scham, Neid und Trauer spielen die übergeordnete Rolle in dem Roman der im Wendland spielt. Ein befreundetes Ehepaar lebt idyllisch gelegen Hof an Hof. Durch den Tod ihres Sohnes werden sich Sophie und Thies fremd. Niemand weiß, wie genau es zu dem tragischen Unglück kam und dann taucht plötzlich eine Fremde auf, die sowohl Sophie als auch Thies in ihrer Trauer auffängt. Ein gutes Buch, das besonders im Mittelteil seine Schwächen hat, aber dennoch lesenswert ist. Hier geht es zu meiner Besprechung.


»Hard Land« von Benedict Wells

Last but not least: Der neue Roman von Benedict Wells, auf den ich schon sehnsüchtig gewartet habe. »Hard Land« erschien im März 2021 im Diogenes-Verlag. Es handelt sich um einen klassischen Coming-of-Age-Roman, der in Zügen an »Vom Ende der Einsamkeit« erinnert. Auch wenn mich das Buch nicht so sehr berühren konnte wie einer seiner Vorgänger, ist es doch eine emotionale Geschichte, die mit interessanten Figuren gespickt ist und sprachlich – wie für Wells nicht ungewöhnlich – im Gedächtnis bleibt. Sam ist fünfzehn Jahre alt und lebt in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Missouri im Jahr 1985. Ihm steht ein magischer Sommer bevor. Ein Sommer, indem der Außenseiter Freundschaften schließt, sich das erste Mal verlieben wird und in dem seine Mutter stirbt. Meine Meinung gibt es hier zum Nachlesen.


Im Überblick

Gelesen: 3 Bücher
Gehört: 0 Bücher
Gelesene Seiten: 912
Durchschnittliche Bewertung: 3,3 Sterne
Durchschnittliche Lesedauer: 13,7 Tage


Welche Bücher habt ihr im März gelesen und gab es große Highlights?

4 Kommentare / Kommentar hinzufügen

  1. Hallo Du 🙂
    Ich hoffe, du hast deine Impfung gut vertragen und deine Sorgen haben sich etwas aufgelöst.
    „Hard Land“ und „Unter Wasser Nacht“ habe ich ebenfalls schon gelesen und ähnlich wie dir, hatte für mich „Unter Wasser Nacht“ in der Mitte einige Schwächen, wodurch es zwar recht gut zu lesen war, aber für mich leider nicht lange nachhallen konnte.
    Vielleicht hast du ja mal wieder Lust, gemeinsam mit mir ein Buch zu lesen ? 🙂

    Wünsche dir einen schönen Restfeiertag und nachträglich alles Gute zu deinem Geburtstag!

    Isa

    1. Hallo liebe Isa, vorweg: ich habe immer Lust mit dir zu lesen =) Dann ging es uns mit „Unter Wasser Nacht“ ja sehr ähnlich. Ich fand es teilweise eher schleppend, insgesamt aber war es ein gutes Buch. Mir gehts nach der Impfung inzwischen besser, danke. Danke für die nachträglichen Glückwünsche!

  2. Alles Gute nachträglich zu deinem Geburtstag! Ich hatte auch im März. 🙂
    Das Szenario aus „Die Entbehrlichen” klingt ja wirklich grausam … Hilfe. Ich habe im März „Todesmärchen“ von Andreas Gruber beendet (Hörbuch) und „Hard Land“ von Benedict Wells. Also auch nicht so viel, aber alles zu seiner Zeit …
    Liebe Grüße!

    1. Danke dir für die Glückwünsche! Ja „Die Entbehrlichen“ ist grausam, gleichzeitig, und das klingt jetzt komisch, ein sehr schönes Buch. Die Autorin schafft es mit einer schönen Sprache und viel Lebensmut diese triste Lebenssituation erträglich erscheinen zu lassen.

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