Alles neu im neuen Jahr. Willkommen zu meinem ersten Leserückblick in 2022! Der Januar war recht bunt und lesereich, worüber ich sehr glücklich bin. Viele tolle Bücher habe ich innerhalb der ersten vier Wochen gelesen. Anders als in meinen Leserückblicken in den letzten Jahren werde ich die Beiträge dazu etwas kürzen und versuche kompakt aber in einprägsamen Worten einen Einblick ins Buch zu geben.

Annie Ernaux | Die Scham. Rezension
Annie Ernaux beschreibt eine herausfordernde Kindheit, in deren Mittelpunkt ein tragisches Ereignis steht, um das herum sich große Schamgefühle aufbauten. Mein erstes Buch von Ernaux, das mir teilweise zu wirr war.

Laura Lippman | Wenn niemand nach dir sucht. Rezension
Eine Handlung, die in den Staaten der 1960er Jahre spielt und sich in Zeiten von Alltagsrassismus und konservativen Rollenbildern bewegt. Ein durchweg spannunsgeladener Roman mit Thriller-Charakter und interessanten Figuren.

Laura Lindstedt | Meine Freundin Natalia. Rezension
Ein Machtspiel zwischen Therapeut:in und Patientin, die ihre sexuellen Fantasien in therapeutischen Sitzungen auslebt. Klug und kunstvoll geschrieben aber sprachlich auch sehr derb. Ein Buch, für das man in der Stimmung sein muss.

Verena Stauffer | Geschlossene Gesellschaft. Rezension
Verena Stauffer schreibt einen Roman in Tagebuchform und den anfänglichen Umgang mit der Corona-Pandemie. Von Ängsten, Hoffnung, Zweifeln und dem Verzicht auf Sozialkontakte. Sehr poetisch, mir aber insgesamt zu trübsinnig.

Agnés de Lestrade | Die große Wörterfabrik. 
In einer Welt, in der selbst Worte bezahlt werden müssen, steht vielen Menschen kaum Sprache zur Verfügung. Liebevoll, klug und raffiniert wird Kindern auf bezaubernde Weise vermittelt, was im Leben zählt.

Rocio Bonilla | Der höchste Bücherberg der Welt. 
Ein kleiner Junge der den Zauber der Bücher entdeckt. Die Idee ist eine sehr schöne, die Umsetzung gefiel mir leider weniger. Mich konnte der Inhalt nicht abholen.

Khuê Phạm | Wo auch immer ihr seid. Rezension
Die Familiengeschichte dreier Generationen, die auf verschiedenen Kontinenten leb(t)en, erzählt von Kiều, die sich das erste Mal mit ihrer vietnamesischen Verwandtschaft und deren Geschichte auseinandersetzt. Sehr bewegend, emotional und informativ berichtet die Autorin von kulturellen Unterschieden und einer beeindruckenden Familiengeschichte.

Antje Damm | Der Besuch. Rezension folgt
Die ängstliche und einsame Protagonistin Luise lebt allein und zurückgezogen, bis ein Papierflieger in ihrer Wohnung landet und ein Besuch alles verändert. Rührend, wunderschön und ein großes Highlight. Von einer Freundschaft, die kein Alter kennt.

Al Rodin | Das kleine Echo. Rezension
Echo ist ein schüchternes Wesen, das sich in Höhlen versteckt, obwohl es gern mit anderen spielen und lachen möchte. Dann taucht Max auf. Ein Buch über wahre Freundschaft, das einmalig illustriert ist und Freude macht.


Im Überblick

Gelesen: 9 Bücher
Gehört: 0 Bücher
Gelesene Genres: Kinderbuch, Roman, Autofiktion, Fiktion
Gelesene Seiten: 1374
Selbst gekauft: 4
Rezensionsexemplare: 5
Durchschnittliche Bewertung: 3,4 Sterne
Durchschnittliche Lesedauer: 4 Tage


Wie hat euer Lesemonat Januar ausgesehen? Welche Bücher waren eure Favoriten und gab es Enttäuschungen?